Dass Erfolg nicht von Ungefähr kommt, wissen die deutschen Frauen im Biathlon ganz genau. So heißt es, im Sommer fleißig trainieren, um in diesem Wintersport konkurrenzfähig zu sein. Die Filmemacher Ralf Heincke und Florian Leidenberger begaben sich mit der Mannschaft im Jahr 2006 zum Sommer-Trainingslager in Utah, um den Damen bei ihren schweißtreibenden Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft im Südtiroler Antholz im folgenden Februar zuzuschauen.
Mangels Schnee werden die Athletinnen von Cheftrainer Uwe Müßiggang auf Rollerskis über US-Highways gejagt, doch auch innerhalb des hochmodernen Sportzentrums müssen sie sich an eigens entwickelten Trainingsgeräten schinden. Dabei treffen hier die Generationen aufeinander:
Während Katrin Apel bereits zehn erfolgreiche Jahre auf dem Buckel hat und dem Ende ihrer Karriere entgegenblickt, und auch Kati Wilhelm schon auf zahlreiche Titel bei Weltcup, WM und Olympia verbuchen kann, müssen die beiden Neulinge Kathrin Hitzer und Magdalena Neuner einen kulinarischen Initialisierungritus über sich ergehen lassen: Es gilt eine Dose Surströmming zu vertilgen, eine streng riechende schwedische Fischspezialität.
Doch auch Martina Glagow und Andrea Henkel wollen ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitreden, während Sabrina Buchholz und Simone Denkinger noch um ihre WM-Nominierung bangen müssen. So erfährt der Zuschauer einiges über die Erwartungen an den kommenden Wettbewerb, doch auch für private Momente bleibt Raum.
Die Kamera begleitet die Mädels in ihrer Trainingsfreien Zeit bei Ausflügen zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten. Dann macht sich das Team auf die Reise zu den weiteren Stationen der Trainingssaison: Es geht nach Obertilliach am Rand der österreichischen Dolomitenregion, ins thüringische Oberhof und schließlich noch auf einen Abstecher nach Muonio in Finnland und nach Östersund in Schweden.
Währenddessen rückt der entscheidende Termin immer näher, und bald werden die Sportlerinnen und ihre Betreuer zeigen können, dass sich die Plackerei der vergangenen Monate gelohnt hat: Die deutsche Frauenrige erfährt einen wahren Medaillenregen, zu dem allein Magdalena Neuner bei ihrer ersten Weltmeisterschaft drei Goldmedaillen beiträgt.