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Mit den Waffen einer Frau - Gold im Visier

Deutschland, USA, Österreich, Finnland, Schweden, 2007
Sport-Doku, 94 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Mit den Waffen einer Frau - Gold im Visier

Kino-Start
01.11.2007

Regie
Ralf Heincke, Florian Leidenberger

Mit den Waffen einer Frau - Gold im Visier - Kinoplakat
Nachdem Sommer- und Wintermärchen über Fußball- und Handball-WM bereits filmisch erzählt wurden, haben Ralf Heincke und Florian Leidenberger in ihrer Dokumentation "Mit den Waffen einer Frau" eine weitere Erfolgsstory in der Geschichte des deutschen Sports hinzugefügt. Sie beobachten das Damenteam der deutschen Biathleten auf ihrem Weg zum WM-Triumph 2007.

Dass Erfolg nicht von Ungefähr kommt, wissen die deutschen Frauen im Biathlon ganz genau. So heißt es, im Sommer fleißig trainieren, um in diesem Wintersport konkurrenzfähig zu sein. Die Filmemacher Ralf Heincke und Florian Leidenberger begaben sich mit der Mannschaft im Jahr 2006 zum Sommer-Trainingslager in Utah, um den Damen bei ihren schweißtreibenden Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft im Südtiroler Antholz im folgenden Februar zuzuschauen.

Mangels Schnee werden die Athletinnen von Cheftrainer Uwe Müßiggang auf Rollerskis über US-Highways gejagt, doch auch innerhalb des hochmodernen Sportzentrums müssen sie sich an eigens entwickelten Trainingsgeräten schinden. Dabei treffen hier die Generationen aufeinander:

Während Katrin Apel bereits zehn erfolgreiche Jahre auf dem Buckel hat und dem Ende ihrer Karriere entgegenblickt, und auch Kati Wilhelm schon auf zahlreiche Titel bei Weltcup, WM und Olympia verbuchen kann, müssen die beiden Neulinge Kathrin Hitzer und Magdalena Neuner einen kulinarischen Initialisierungritus über sich ergehen lassen: Es gilt eine Dose Surströmming zu vertilgen, eine streng riechende schwedische Fischspezialität.

Doch auch Martina Glagow und Andrea Henkel wollen ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitreden, während Sabrina Buchholz und Simone Denkinger noch um ihre WM-Nominierung bangen müssen. So erfährt der Zuschauer einiges über die Erwartungen an den kommenden Wettbewerb, doch auch für private Momente bleibt Raum.

Die Kamera begleitet die Mädels in ihrer Trainingsfreien Zeit bei Ausflügen zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten. Dann macht sich das Team auf die Reise zu den weiteren Stationen der Trainingssaison: Es geht nach Obertilliach am Rand der österreichischen Dolomitenregion, ins thüringische Oberhof und schließlich noch auf einen Abstecher nach Muonio in Finnland und nach Östersund in Schweden.

Währenddessen rückt der entscheidende Termin immer näher, und bald werden die Sportlerinnen und ihre Betreuer zeigen können, dass sich die Plackerei der vergangenen Monate gelohnt hat: Die deutsche Frauenrige erfährt einen wahren Medaillenregen, zu dem allein Magdalena Neuner bei ihrer ersten Weltmeisterschaft drei Goldmedaillen beiträgt.



Film-Inhalt  


Durch die Wildnis von Utah
Durch die Wildnis von Utah


  Entwicklung


Kati Wilhelm auf Rollerskis
Kati Wilhelm auf Rollerskis

Der Begriff Biathlon stammt aus dem Griechischen und bedeutet Zweifach-Kampf. Er besteht aus den Disziplinen Skilanglauf und Schießen. Zunächst entwickelte sich diese Sportart beim Militär im 19. Jahrhundert als Patrouillenlauf. Nach dem 2. Weltkrieg setzte sich aus verschiedenen Kombinationen beim IOC der Biathlon in seiner heutigen Form durch.

1958 fand im österreichischen Saalfelden die erste Weltmeisterschaft statt, 1960 war Biathlon in Squaw Valley erstmals Olympische Disziplin. Mit der Einführung des Kleinkalibers erfuhr die Sportart 1978 einen deutlichen Anstieg der Popularität. Sie machte auch den Weg für die Damen frei: Der erste internationale Frauenwettkampf wurde 1981 in der damaligen Tschechoslowakei ausgetragen, 1984 gab es in Chamonix die erste WM der Frauen, das Olypmia-Debüt dann 1992 in Albertville. Mit Uschi Disl und Kati Wilhelm sind zwei deutsche Athletinnen an der Spitze der Gewinnerinnen in dieser Sportart.



Derzeit werden im Biathlon sechs Disziplinen ausgetragen: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel und Gemischte Staffel. In der Distanz wird zwischen den Geschlechern unterschieden. Bei den Frauen sind es zwischen 7,5 und 15 Kilometer.

Beim Sprint wird das Skilaufen zweimal, bei den übrigen Disziplinen viermal zum Schießen unterbrochen, im Wechsel liegend und stehend, mit fünf oder bei der Staffel mit acht Patronen. Ein Fehlschuss führt entweder zu einer Strafrunde von 150 Metern oder beim Einzel zu einer Strafminute.

Die Entfernung zu den Zielscheiben liegt bei 50 Metern. Als Waffe dient seit 1978 ein Gewehr vom Typ Geradezugrepetierer des Kalibers .22 lfb, was 5,6 mm entspricht.



Kleine Regelkunde  


Schwitzen auf dem Laufband
Schwitzen auf dem Laufband
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Mit den Waffen einer Frau - Gold im Visier" in der Regie von Ralf Heincke, Florian Leidenberger liefen am 01.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Weißt was geil wär?
Komödie, Deutschland, 2007

Nach 7 Tagen - Ausgeflittert
Komödie, USA, 2007

Königreich Arktis
Dokumentation, USA, 2007

Kirgisische Mitgift
Drama, Kirgisien, Deutschland, Frankreich, 2006

Jindabyne
Drama, Australien, 2006

Jennas Kuchen - Für Liebe gibt es kein Rezept
Liebeskomödie, USA, 2007

It´s Winter - Zemestan
Drama, Iran, 2006

Das Reichsorchester
Dokumentation, Deutschland, 2007

Bis zum Ellenbogen
Komödie, Deutschland, 2007



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