Die Arktis ist während des Winters in Dunkelheit und eisike Kälte getaucht. Die Tiere, die innerhalb des nördlichen Polarkreises leben, bereiten sich vor, um in der klimatisch extremen Umgebung überleben zu können. Im Frühjahr belebt sich die eisige Region, der Winterschlaf ist für viele Bewohner vorbei, und für die Räuber beginnt erneut die Jagdsaison auf ihre Beutetiere.
Das Leben in diesen kalten Regionen verlangt den verschiedenen Tierarten einfallsreiche Strategien der Nahrungsbeschaffung ab, die sich während der Evolution entwickelt haben. Doch nicht nur oberhalb des Eises beobachtet die Kamera die Tiere des hohen Nordens, wie den Eisbär, den Karibu oder den Moschusochsen, auch die Wasserbewohner bekommt der Zuschauer zu sehen, wie Seehunde, Wale oder Krebse, ebenso wie Exemplare der arktischen Vogelwelt.
Die Jagd eines Wolfsrudes auf das Kalb eines Moschusrindes oder das Stranden eines Beluga-Jungen zeigt dramatische Szenen, die für viele Tiere der Arktis alltäglich sind. Und bei den eisigen Temperaturen spielt das Familienleben eine wichtige Rolle, wie beim Verhältnis einer Walross-Kuh zu ihrem Kleinen und dem Herumtollen kleiner Polarbären.
Der Lauf der Jahreszeiten ist aber durch die Klimaveränderung längst verschoben. So zeigt dieser Film auch, wie die allmähliche Erwärmung der Erde diesen bislang so vielfältig bevölkerten Lebensraum gefährdet, durch den Rückgang des Eises oder durch das Abbrechen der einst so riesigen Gletscher.