In Ihrem Film geht es um Liebe, Tod und Humor. Wie kommt man darauf, das zu kombinieren?
Im Film geht es ja auch um Musik, besonders die Kraft von Musik spüren zu lassen, dass es mehr gibt: etwas Unsterbliches. Und Liebe und Tod sind natürlich die Themen der Musik.
Wie und wann entstand die Idee zum Film?
Bei einem Ausflug zum Wendelsteinsender (BR) mit Michael Bleier, dem Bassisten unserer Band. Der kam auf die Idee, den Sender zu überfallen und unsere Lieder einzuspeisen, um doch noch (als Rockmusiker) Weltstars zu werden.
Haben Sie selbst Erlebtes eingearbeitet?
Freilich, aber nur im Ansatz, dann kommt die Überspitzung und die Fantasie hinzu. Ich war aber - oder bin ich's noch? - mit Sicherheit auch ein Bursche der gerne zur Übertreibung neigte und Erlebtes mit Fantasie vermischte und als erlebtes Abenteuer wiedergab - also gern vor den Anderen protzte.
Was ist für Sie das Besondere am Film und besteht nicht die Gefahr als "bayerische Komödie" abgetan zu werden?
Für mich ist das Besondere die Mischung der Genres. Das Fantastische, Surrealistische gemischt mit einem traditionellen Volkstheaterhumor – ich mag guten Komödienstadl genauso wie Valentin oder Luis Bunuel. In "Wer früher stirbt ist länger tot" fügen sich filmische Elemente aus Fiktion - z.B. das "Fegefeuer" -, surreale Bilder und Szenen, wie die "Nudel im Bluttopf" oder der "Wolpertinger-Tanz" und Realität zu einer stimmigen Story.
Wieso dieser Mix?
Na, aus Spaß an der Freude!
Haben die Bayern einen besonderen Humor?
Ich denke schon – und einen besonderen Glauben, nämlich den katholischen, der im Grunde auch sehr lustig und morbide ist.
Hatten Sie beim Drehbuchschreiben bereits die im Film auftretenden Schauspieler vor Augen, oder war das ein Casting-Glücksgriff?
Ein paar schon, wie meinen Stammtisch und den Radiomoderator Jürgen Tonkel. Die Kinder, insbesondere Markus Krojer, der war ein Glücksgriff, der mit viel Arbeit seitens der Casterin Nessie Nesslauer zu tun hatte. Da hab ich beim Schreiben den Markus vor Augen gehabt, blöderweise den Markus aber noch nicht gehabt!
Was hat beim Drehen besonders viel Spaß gebracht?
Naja, es gab sehr viele Reaktionen seitens des Teams: wie schön und lustig sie die Geschichte fanden, und das motiviert natürlich dementsprechend. Man hat so bei jedem die Lust gespürt, diesen Film machen zu wollen!
Der Filmtitel ist ja sehr markant, wie kamen Sie darauf?
Den kredenzte mir mein lieber Co-Autor Christian Lerch.
War es immer klar, dass "Wer früher stirbt ist länger tot" ein Kinofilm wird?
Ja, weil ich immer noch nicht weiß, weshalb ein Film nicht im Kino laufen sollte.
Warum sollte man den Film unbedingt sehen?
Ja unbedingt wegen dieser einen Szene, der ganz Bestimmten, dieser Einen da, Sie wissen schon, aber die verraten wir jetzt nicht!