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Wicker Man - Ritual des Bösen

Deutschland, USA, 2006
Mystery-Thriller, 98 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
The Wicker Man

Kino-Start
02.11.2006

Regie
Neil LaBute

Darsteller
Nicolas Cage (Edward Malus), Ellen Burstyn (Schwester Summersisle), Kate Beahan (Schwester Willow), Frances Conroy (Dr. Moss), Molly Parker (Schwester Rose), Leelee Sobieski (Schwester Honey), Diane Delano (Schwester Beech), Michael Wiseman (Pete), Erika-Shaye Gair (Rowan)
Wicker Man - Ritual des Bösen - Kinoplakat
Als 1973 der Horrorfilm "The Wicker Man" in der Regie von Robin Hardy mit Edward Woodward, Christopher Lee und Britt Ekland in den Hauptrollen in die Kinos kam, hielt sich zwar der Kassenerfolg in engen Grenzen, dennoch bekam der Streifen unter Horrorfans allmählich einen gewissen Kultstatus. Jetzt haben sich Regisseur Neil LaBute und Oscar-Preisträger Nicolas Cage des Themas in einem Remake angenommen.

Police Officer Edward Malus (Nicolas Cage) leidet unter tiefen Depressionen, seit er bei einem Autounfall hilflos mitansehen musste, wie eine junge Mutter mit ihrem Kind bei lebendigen Leibe verbrannte.

Nicht zuletzt um seine schrecklichen Erinnerungen zu vergessen, erklärt er sich daher sofort bereit, seiner Ex-Freundin Willow (Kate Beahan) zu helfen, als diese ihn darum bittet. Willow nämlich hat sich - nachdem die beiden jahrelang keinen Kontakt hatten - bei ihm per Brief gemeldet und ihm mitgeteilt, dass ihre kleine Tochter Rowan (Erika-Shaye Gair) spurlos verschwunden ist.

Die Spur des Kindes führt auf die abgelegene Privatinsel Summersisle, auf der unter der Leitung von Matriarchin Schwester Summersisle (Ellen Burstyn) eine sektenähnliche Gemeinschaft seltsamen Kulten nachgeht. Willow hatte hier als Lehrerin in der örtlichen Dorfschule gearbeitet. Auf der Insel bereitet man sich derweil auf ein heidnisches Fest, der "Tag des Todes und der Wiedergeburt" genannt, vor.

Malus stößt bei seinen Ermittlung auf eisernes Schweigen der Gemeinschaft. Man macht sich über ihn lustig, legt falsche Spuren und stellt ihm Fallen. Nur mit Mühe kommen seine Nachforschungen voran. Und je mehr er erfährt, je näher er dem Geheimnis um das verschundene Kind kommt, desto mehr begibt er sich selbst in eine tödliche Gefahr...



Film-Inhalt  


Ellen Burstyn und Nicolas Cage
Ellen Burstyn und Nicolas Cage


  Hintergrund


Molly Parker und Nicolas Cage
Molly Parker und Nicolas Cage

Die Dreharbeiten zu "The Wicker Man" begannen in Vancouver (British Columbia, Kanada) und dauerten 45 Tage. Neben vielen anderen Schauplätzen konzentrierte man sich auf das westlich von Vancouver gelegene Bowen Island, das die ländliche Insel Summersisle darstellt.

Während der Originalfilm von 1973 auf einer abgelegenen schottischen Insel spielt, wurde die Handlung des Remakes in die Vereinigten Staaten verlegt. Die Filmemacher suchten nach geeigneten Schauplätzen an der Ostküste, in Georgia und etlichen Gegenden mit Inselgruppen, bevor sie sich für die Pazifikregion im Nordwesten entschieden.

Eine geeignete Insel für den Filmdreh zu finden, war doch etwas komplizierter, als die Filmemacher zunächst angenommen hatten. Denn dort sollte es mit wenigen Ausnahmen so zugehen wie vor hundert Jahren. Auf Summersisle gibt es zwar Strom und sanitäre Anlagen, aber keine Autos, keine Motorboote, keine modernen Kommunikationsmöglichkeiten. "Wir mussten eine ganze Anzahl Motive finden und kombinieren, um dieses Konzept überzeugend bebildern zu können", erklärt Produzent Norm Golightly. "Denn sogar in recht abgelegenen Gegenden sind die Straßen meist gepflastert – aber auf unserer Insel käme niemand auf die Idee, eine Straße zu asphaltieren."

"Die Motivsuche war eine Riesenaktion", ergänzt der ausführende Produzent Randall Emmett. "Wir sind mit Wasserflugzeugen und Helikoptern losgeflogen… Ich kam mir schon vor wie bei einer Reportage für National Geographic. Wir schauten uns eine Insel nach der anderen an und überlegten: 'Wie können wir das Team täglich hierher bekommen?' Bowen Island erwies sich als wunderschön und wirklich spektakulär."



Die Legende um den "Wicker Man" geht unmittelbar auf Julius Caesar zurück. In "Commentarii de Bello Gallico" ("Bericht über den gallischen Krieg", geschrieben im Jahre 58 v.C.) beschreibt Caesar Opferriten keltischer Druiden in der Gegend des heutigen Lyon: Angeblich flochten diese aus trockenen Zweigen und dünnen Stöcken mehrere Meter hohe, menschenähnliche Figuren, in deren Inneren dann das gefesselte Menschenopfer verbracht und schließlich mit der Figur verbrannt wurde.

Ob diese Beschreibung historisch richtig ist, scheint heute äußert zweifelhaft, wenn nicht widerlegt. Außerhalb der kurzen Nennung bei Caesar, der auch selbst nur vom Hörensagen berichtet, gibt es keine weiteren literarischen oder archeologische Belege für diese Art von Menschenopfern in West- oder Zentraleuropa im ersten vorchristlichen Jahrhundert. Vermutlich gehörte die Legende vom "Wicker Man" eher zu den damals verbreiteten Greuel- und Propagandageschichten über die "wilden" und "unzivilisierten", feindlichen Barbaren.



Der wahre Wicker Man  


Seltsame Rituale
Seltsame Rituale
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Wicker Man - Ritual des Bösen" in der Regie von Neil LaBute liefen am 02.11.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Warum halb vier?
Dokumentation, Deutschland, 2006

Snow Cake
Drama, Kanada, England, 2006

Schwarzes Gold
Dokumentation, England, 2006

Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung
Fantasy-Komödie, USA, 2006

Play your own Thing - Eine Geschichte des Jazz in Europa
Musik-Doku, Deutschland, Frankreich, 2006

Offset
Drama, Deutschland, Rumänien, 2006

Marie Antoinette
Drama, USA, 2006

Irgendwo dazwischen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Herb, mein Herbst?
Dokumentation, Schweiz, 2004

China Blue
Dokumentation, USA, 2005

Can Baz
Musik-Dokumentation, Deutschland, Türkei, 2004

Borat
Komödie, USA, 2006



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