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Wir werden uns wiederseh´n

Deutschland, Schweiz, 2006
Tragikomödie, 90 Minuten

Originaltitel
Wir werden uns wiederseh´n

Kino-Start
03.05.2007

Regie
Stefan Hillebrand, Oliver Paulus

Darsteller
Tom Jahn (Holger Tewe), Pola Kinski (Barbara Henning), Isolde Fischer (Petra Opels), Lieselotte Langer (Frau Kramer), Sabine Strobach (Wiebke), Ralf Kaufmann (Werner), Einhardt Klucke (Wolfgang), Sonja Hondralis (Saskia Henning), Alice Huber (Frau Stolte), Dietrich Garbrecht (Herr Neumann), Doc Wenz und Mardi Gras.bb (die Geister), Manuel Barth (Kevin)
Wir werden uns wiederseh´n - Kinoplakat
Ein Altersheim ist der Schauplatz des neuen Films vom Regie- und Autorenduo Stefan Hillebrand und Oliver Paulus. Die Tragikomödie "Wir werden uns wiederseh´n" wurde in der offiziellen Auswahl bei den Festivals San Sebastian, Havanna und Palm Springs gezeigt und hatte Deutschlandpremiere beim Filmfestival im Drehort Mannheim.

Der Alltag in einem Mannheimer Altersheim ist geprägt von Einsamkeit und Warten: Warten auf das Frühstück, auf die Schwester, auf den Tod. Petra Opels (Isolde Fischer), Leiterin des Pflegedienstes, begrüßt den neuen Mitarbeiter des Hauses: den 42-jährigen Pfleger Holger Tewe (Tom Jahn) ist von Berlin hierhergekommen, um Abstand zu seinen durcheinandergeratenen Beziehungen zu gewinnen.

Doch auch hier gerät er bald in ein Geflecht der Gefühle: Er verliebt sich in die 49-jährige Barbara Henning (Pola Kinski), die in dem Heim als Küchenkraft arbeitet und ebenfalls aus Berlin kommt. Diese erwidert seine Gefühle, und schnell entwickelt sich eine leidenschaftliche Liaison zwischen den beiden.

Petra hat ebenfalls ein Auge auf den einzige Mann auf der Station geworfen. Sie versucht ihn bei einem Abendessen im Kerzenschein für sich zu gewinnen, wird dabei jedoch von ihrem Freund Werner Wolpers (Ralf Kaufmann) überrascht. Bei Holger zuhause wartet derweil Wiebke (Sabine Strobach), um ihn ebenfalls ins Bett zu kriegen, während Babs bei ihrer Tochter Saskia (Sonja Hondralis) Trost erfährt.

Auch die betagten Insassen des Seniorenheims beschäftigen den Altenpfleger. Da wäre etwa die bettlägrige Fau Stolte (Alice Huber), der verwirrte Herr Neumann (Dietrich Garbrecht) oder auch Frau Kramer (Lieselotte Langer), die Holger über ihre Visionen berichtet: Vor dem Einschlafen besuchen musizierende Geister die 82-jährige und singen ihr Schlager vor. Bald geistert diese Mardi Gras Brass Band durch das ganze Haus...



Film-Inhalt  


Holger Tewe (Tom Jahn) mit Frau Kramer (Lieselotte Langer) im Wasserballett
Holger Tewe (Tom Jahn) mit Frau Kramer (Lieselotte Langer) im Wasserballett


  Hintergrund


Saskia (Sonja Hondralis) tröstet Mutter Babs (Pola Kinski)
Saskia (Sonja Hondralis) tröstet Mutter Babs (Pola Kinski)

Wie auch schon in seinen vorherigen Werken ging das Regie- und Autorenduo Oliver Paulus und Stefan Hillebrand nach einer bewährten Methode vor. Mit einer aus Profi- und Laienschauspielern gemischten Besetzung setzen sie auf die Wirkung der Improvisation. Schon beim Kurzfilm "Die Wurstverkäuferin" von 2001 und ihrem ersten Langspielfilm "Wenn der Richtige kommt" (2003) haben die Darsteller die Handlung durch Improvisieren fortentwickelt.

Dem Vorwurf, Improvisation führe zu einem Zufallsprodukt, tritt Hillebrand entgegen: "Wir möchten hier ausdrücklich klarstellen, dass Improvisation für uns Kunstform und Handwerk ist. Für uns bedeutet Improvisation die permanente Beschäftigung mit dem 'Hier und Jetzt', egal ob in der Küche, auf der Bühne, in der Musik oder beim Film."

Auch die Arbeit mit Laiendarstellern und die Einbeziehung von Originalschauplätzen ist typisch für das Team. Für eine unabhängige Produktion mit bescheidenem Budget bedeutet diese Arbeitsweise nicht nur spontane künstlerische Entfaltung, sondern auch eine signifikante Beschränkung der Kosten. So wurde im real existierenden Richard-Böttger-Pflegeheim in Mannheim mit dessen Bewohnern als Darsteller gedreht.



Nicht nur durch die Drehorte in Mannheim, mit Bildern vom Hafen, Neckar und Rhein und Schwenks zum benachbarten Ludwigshafen, oder auch den Dialekt einiger Heimbewohner, baut der Film Lokalkolorit auf. Auch die "Mardi Gras.bb" (Mardi Gras Brass Band) ist mittlerweile eine Mannheimer Institution.

Anfang der 1990er von Uli Krug, Jochen Wenz und Erwin Ditzner gegründet, vertritt Mardi Gras.bb eine Musikrichtung, die stark vom Blues und Dixieland aus New Orleans beeinflusst ist, wo sich Krug bereits als Musiker hat inspirieren lassen. Das französische "Mardi Gras" bedeutet wörtlich "fetter Dienstag" und ist in den frankophon beeinflussten Regionen der USA die Bezeichung für die von Blechblasmusik ("Brass") geprägten Karnevalsfeste.

Die neben den "Söhnen Mannheims" wohl bekannteste Band der Stadt tritt in "Wir werden uns wiederseh´n" leibhaftig als Geisterband auf und spielt und singt Schlager ans den 1920er Jahren.



Die Musik  


Holger wird von Geisterkapelle verfolgt
Holger wird von Geisterkapelle verfolgt

  Pola Kinski


Frau Kramer im Profil
Frau Kramer im Profil

Die Tochter von Klaus Kinski und Halbschwester von Nastassja Kinski wurde 1952 in Berlin geboren und hat eine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Sie ist ebenso auf der Bühne zuhause wie vor der Fernseh- und Filmkamera. Mit vier Jahren stand sie im Münchner Residenztheater zum ersten Mal auf der Bühne und hatte später feste Engagements an den Schauspielhäusern in Bochum und Hamburg.

Zu ihren Theaterrollen zählt das Strassenmädchen Bianca aus Shakespeares Othello in der Inszenierung von Peter Zadek und Mrs. Peachum aus der Dreigroschenoper, inzseniert von Hans-Peter Cloos. Vor der Fernsehkamera war sie in einigen Serien zu sehen, darunter ebenso wie ihre Schwester in einem "Tatort".

In Spielfilmen arbeitete sie mit so renommierten Regisseuren wie Wolfgang Staudte ("Zwischengleis"), Volker Schloendorff ("Nur zum Spaß, nur zum Spiel") und Michael Verhoeven ("Sonntagskinder") zusammen. Zu den Dreharbeiten von "Wir werden uns wiederseh´n" hatte es Pola Kinski nicht weit - ist ihr Wohnort Ludwigshafen doch nur durch den Rhein von Mannheim getrennt.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Wir werden uns wiederseh´n" in der Regie von Stefan Hillebrand, Oliver Paulus liefen am 03.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Spuren im Eis - The Prize of the Pole
Dokumentation, Dänemark, 2006

Spider-Man 3
Action, USA, 2007

Snow White - Sex, Drugs, Hip Hop und verlorene Träume
Drama, Schweiz, Österreich, 2005

Shoppen
Komödie, Deutschland, 2006

One - Der Film
Dokumentation, USA, 2005

L`Avion - Das Zauberflugzeug
Drama, Frankreich, Deutschland, 2005

Das Mädchen das die Seiten umblättert
Thriller-Drama, Frankreich, 2006

Another Gay Movie
Komödie, USA, 2006

Ebenfalls im Kino 




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