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Wolf Creek

Australien, 2005
Horror-Abenteuer, 95 Minuten, FSK: 18

Originaltitel
Wolf Creek

Kino-Start
13.07.2006

Regie
Greg McLean

Darsteller
John Jarratt (Mick Taylor), Cassandra Magrath (Liz Hunter), Kestie Morassi (Kristy Earl), Nathan Phillips (Ben Mitchell), Gordon Poole (alter Mann), Guy O'Donnell (Autohändler), Phil Stevenson (Mechaniker)
Wolf Creek - Kinoplakat
Drei junge Touristen fahren durch die Einöde West-Australiens mit dem Ziel, die unberührte Natur des Wolf-Creek-Nationalparks zu genießen. Dort angekommen, treffen die Drei auf einen undurchsichtigen Trucker und Einsiedler. Und schon sind die Drei nur noch zwei ..äh.. einer ..äh..

Zwei junge britische Rucksack-Touristinnen, Liz Hunter (Cassandra Magarath) und Kristy Earl (Kestie Morassi) brechen vom westaustralischen Broome zusammen mit dem Australier Ben Mitchell (Nathan Phillips) mit einem klapprigen Kombi zu einer dreiwöchigen Outback-Tour zum Wolf-Creek-Nationalpark auf. Die Fahrt führt die drei durch abgelegene, kaum besiedelte Gegenden.

Nach einigen Tagen des Einlebens in Wolf Creek finden sie tatsächlich, wonach sie gesucht haben: Unberührte Natur, Weite, Freiheit. Und Liz und Ben kommen sich auch persönlich näher.

Doch bereits am gleichen Abend spitzt sich die Situation zu: Ihr Fahrzeug springt nicht mehr an. Auch ihre Uhren sind stehengeblieben, nachdem die drei Urlauber einen Meteoriten-Krater erkundet hatten. Und dann erscheinen auch noch mysteriöse Lichter am Horizont. Sollte doch etwas dran sein, an den Geschichten, die sich die Einheimischen über angebliche UFO-Sichtungen in der Gegend erzählen?

Weit gefehlt! Die Lichter gehören zu einem Truck, und der ausnehmend freundlich auftretende Fahrer - Mick Taylor (John Jarratt) - bietet den Jugendlichen an, ihren Wagen in sein Camp zu schleppen und ihm am nächsten Morgen zu reparieren - ein Angebot, dass die Rucksack-Touristen gerne annehmen. Und so endet der Abend versöhnlich und feucht-fröhlich.

Als Liz am nächsten Morgen aufwacht, ist sie gefesselt und geknebelt. Ben und Kristy sind verschwunden. Und Bens Schlafsack ist blutdurchtränkt. Liz kann sich befreien und geht nun einem schlimmen Verdacht nach: Ist der nette Truck-Fahrer vielleicht doch gar nicht so nett?



Film-Inhalt  


Liz Hunter (Cassandra Magrath), Ben Mitchell (Nathan Phillips) und Kristy Earl (Kestie Morassi) freuen sich auf ihren Road Trip in den Wolf Creek.
Liz Hunter (Cassandra Magrath), Ben Mitchell (Nathan Phillips) und Kristy Earl (Kestie Morassi) freuen sich auf ihren Road Trip in den Wolf Creek.


  Film-Kritik


Endlose Weiten - auf dem Weg zum Wolf Creek Nationalpark.
Endlose Weiten - auf dem Weg zum Wolf Creek Nationalpark.

Greg McLean läßt sich bei "Wolf Creek" von Aspekten der Gruppe Dogma 95 um den dänischen Filmemacher Lars von Trier leiten: Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf dem Drehbuch und den Darstellern, nicht auf aufwendigen (und teuren) Kino-Effekten, und folgerichtig wurde auf Hi-Definition-Kamreras digital gedreht.

So wird der Film durch die klare Erzähllinie, nicht durch große Bilder getragen. Indem Greg McLean die Kamera häufig subjektiv führen läßt - ja ab und an in das pseudo-dokumentarische gleiten läßt - macht er aus der (ökonomischen) Not gekonnt eine Tugend: Die Glaubwürdigkeit steigt, der Zuschauer wird in die Story heineingezogen und ist nicht nur blosser Betrachter. Das Ergebnis ist nicht Großes Kino - sollte es auch nicht sein - aber ein gelungenes B-Movie mit solidem Spannungsaufbau Gänsehaut-Garantie.



Greg McLean, der sowohl das Drehbuch schrieb, Regie führte und auch produzierte, ließ sich von wahren Begebenheiten inspirieren: In den 90er Jahren versetzte Ivan Milat ganz Australien in Angst und Schrecken: Milat, der als Einzelgänger im australischen Hinterland lebte, ermordete im Laufe von fünf Jahren vermutlich bis zu 20 Rucksack-Touristen. Sieben Fälle konnten ihm zweifelsfrei nachgewiesen werden. Zu seinen Opfern gehörten auch drei junge Deutsche, die Down Under per Anhalter unterwegs waren.

Einige Jahre später gelangte Bradley John Murdoch zu zweifelhafter Berühmtheit: Murdoch, der als Automechaniker gearbeitet hatte, wurde im südlichen Australien wegen des Verdachts der mehrfachen Vergewaltigung festgenommen. Weitere Untersuchungen zeigten, dass er der Mörder eines britischen Rucksack-Touristen war und vermutlich in das Verschwinden weiterer Reisender verwickelt war.

Filmemacher Greg McLean griff Elemente beider Ereignisse auf, arbeitete sie dramaturgisch auf und schuf so die Figur des Mick Taylor, gespielt von John Jarrett. McLean: "Eine Figur also, die alle Klischees über die klassischen australischen Naturburschen, diese freundlich-naiven Kerle á la 'Crocodile Dundee', ins Gegenteil verkehrt. Das ist ja einer unserer erfolgreichsten populärkulturellen Exportschlager. Wir aber wollten die düstersten und grausamsten Aspekte dieses Archetypen ausloten. Es sollte eine durch und durch australische Version des 'Boogieman' werden."



Hintergrund  

► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Wolf Creek" in der Regie von Greg McLean liefen am 13.07.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

The Fast and the Furious 3: Tokyo Drift
Action, USA, Japan, 2006

Taxi Driver
Drama, USA, 1976

Rebell in Turnschuhen
Sportdrama, USA, 2006

Poseidon
Action-Abenteuer, USA, 2006

Lemming
Drama, Frankreich, 2005



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