Regisseur Oliver Stone ist gebürtiger New Yorker, hatte jedoch seit 1987 mit "Wall Street" und dann 1991 mit "The Doors" nicht mehr ausführlich in New York gedreht. "Wieder in New York zu sein und mit den Polizisten und Feuerwehrleuten, mit den berufstätigen Männern und Frauen zusammenzuarbeiten, hat unglaublich viel Energie freigesetzt. Jeder Einzelne von ihnen hat sich mit ganzer Kraft eingesetzt – besonders die Hafenpolizei, wo wir in New York unser Hauptquartier aufschlugen", sagt Stone.
Von Beginn an war es für die Filmemacher ausschlaggebend, einen Film zu drehen, der nicht nur den Männern und Frauen um die Geschichte von John McLoughlin und Will Jimeno Ehre machen, sondern diese Geschichte auch wahrheitsgetreu erzählen sollte. Das bedeutete, dass nicht nur McLoughlin und Jimeno selbst, sondern auch ihre Ehefrauen, Familien und so viele an ihrer Rettung beteiligte Personen wie möglich in die Dreharbeiten mit einbezogen wurden.
"World Trade Center" war für Oliver Stone auch eine Gelegenheit, die Themen auszuloten, die seine Karriere definiert haben: "Den 11. September auf diese Weise zu behandeln – sehr persönlich, genau und in strenger Einfachheit – war eine Herausforderung für mich", meint der Regisseur.
"Wir haben versucht, den Film so realistisch wie möglich zu gestalten: zwei Männer, 24 Stunden lang unter diesen Türmen verschüttet. Wie kann ein Mensch überleben? Wie kann man diese schrecklichen Umstände überstehen? Sie wären wahrscheinlich gestorben, wenn sie nicht miteinander hätten kommunizieren und Erinnerungen an ihre Familien austauschen können. Ich glaube, sie haben letztendlich aufgrund dieser zutiefst persönlichen und spirituellen Gründe überlebt."
"World Trade Center" konzentriert sich auch auf die Frauen, die auf Nachricht von ihren Ehemännern warteten, die unter den eingestürzten Türmen verschüttet waren. Maria Bello spielt Donna McLoughlin und Maggie Gyllenhaal spielt Allison Jimeno.
Maria Bello berichtet, dass die Gespräche mit der echten Donna McLoughlin ihr tiefe Einsichten in diese Figur gaben: "Sie erzählte mir, dass sie als Ehefrau eines Polizisten gelernt habe, sich nicht von negativen Gedanken beherrschen zu lassen – solange sie nichts Gegenteiliges berichtet bekam, war alles in Ordnung. Ihr Mann ist Polizist, und sie haben vier Kinder; also ist sie nicht labil, sondern hat alles unter Kontrolle. Zusätzlich zu dieser inneren Kraft verfügt sie auch über echte Unbekümmertheit und Freude, ist fast sanftmütig. Dieser Film zeigt uns die Augenblicke, als sie während dieser furchtbaren Zeit alleine war und auf Nachricht von John wartete; sie bricht nicht zusammen, doch ständig sieht sie in ihrer Erinnerung Bilder des Mannes, den sie liebt. Wir sehen beide Seiten von Donna, ihr Durchhaltevermögen und ihre Sanftheit."