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World Trade Center

USA, 2006
Drama, 129 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
World Trade Center

Kino-Start
28.09.2006

Regie
Oliver Stone

Darsteller
Nicolas Cage (John McLoughlin), Maria Bello (Donna McLoughlin), Connor Paolo (Steven Tobler), Anthony Piccininni (JJ Mc Loughlin), Alexa Gerasimovich (Erin McLoughlin), Morgan Flynn (Caitlin McLoughlin), Michael Pena (Will Jimeno), Armando Riesco (Antonio Rodrigues), Jay Hernandez (Dominick Pezzulo), Jon Bernthal (Christopher Amoroso)
World Trade Center - Kinoplakat
Fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sind diese kein Tabu mehr für Hollywood. Nachdem im Frühjahr bereits "Flug 93" in die Kinos kam, bringt Regisseur und dreimaliger Oscar-Preisträger Oliver Stone ("J.F.K.", "Alexander") jetzt mit "World Trade Center" einen klassischen Katastrophenfilm auf die Leinwand, der sich an der wahren Geschichte zweier Hafen-Polizisten ausrichtet, die beide auch am Drehbuch mitwirkten.

Sergeant John McLoughlin (Nicolas Cage), verheirateter Vater von vier Kindern, ist ein altgedienter Beamter der New Yorker Hafenpolizei (PAPD). Als am 11. September 2001 kurz vor 9 Uhr das erste Flugzeug in das World Trade Center stürzt, ist McLoughlin zusammen mit vier seiner Kollegen, darunter Will Jimeno (Michael Pena), einer der ersten, der am Unglücksort eintrifft.

In der folgenden Stunde bemühen sich John McLoughlin und Will Jimeno - wie hunderte andere Polizisten, Feuerwehrleute und freiwillige Helfer an diesem Tag - Verletzte zu bergen, Verschütteten zu helfen, Panik zu verhindern und Mut und Trost zuzusprechen. Zusammen mit zahlreichen anderen Helfern gehen die beiden in die Türme hinein, um so viele Menschen wie möglich zu evakuieren.

Kaum mehr als eine Stunde nach den Anschlägen stürzen die beiden Türme in sich zusammen. Innerhalb weniger Sekunden sterben 2.500 Menschen unter der Wucht der Trümmer, darunter auch mehrere hundert Helfer.

McLoughlin und Jimeno haben Glück im Unglück: Sie überleben schwer verletzt und eingeklemmt unter einem Schuttberg von 60 Metern aus Betonbrocken und verbogenen Stahlträgern.

Während ihre Famlien in größter Sorge sind, beginnt am Ground Zero eine ebenso verzweifelte wie aussichtslos erscheinende Suche nach Überlebenden. Im Laufe der Nacht zum 12. September werden die beiden Verschütteten schließlich von dem Buchhalter und ehemaligen Marinesoldaten aus Connecticut, Dave Karnes (Michael Shannon), gefunden.

Es beginnt eine dramatische Rettungsaktion, die sich über mehr als zwölf Stunden hinziehen wird, bevor die beiden schließlich glücklich geborgen werden konnen...



Film-Inhalt  


Nicolas Cage als Hafenpolizist John McLoughlin
Nicolas Cage als Hafenpolizist John McLoughlin


  Film-Kritik


Michael Peña als Polizist Will Jimeno
Michael Peña als Polizist Will Jimeno

Regisseur Oliver Stone hat "World Trade Center" nicht als politischen Film angelegt, sondern als eine intensiv menschliche Geschichte. Er sagt: "Auch wenn meine Ansichten zur Politik anders als die von John und Will sein mögen, war das egal; wir haben uns gut verstanden. Ich kann einen Film über sie und ihre Erfahrungen machen, denn die haben etwas durchgemacht, das ich verstehen kann. Politik spielt hierbei keine Rolle – es geht um Mut und Lebenswillen."

Und eben diese unpolitische Haltung, die mancher Zuschauer von Stone aufgrund seiner früheren, eben sehr politischen Werke, wie "J.F.K.", "Platoon" oder auch "Geboren am 4. Juli" nicht erwartet hatte, hat Stone einige Kritik eingebracht.

Gewiss: "World Trade Center" kommt nicht ohne Tränen, ohne Herzschmerz und eine gewisse Pathetik aus. Die Anschläge vom 11. September 2001 bilden "nur" den opulenten Hintergrund für einen Katastrophenfilm, den man so oder so ähnlich auch über ein fiktives Unglück hätte drehen können.

Aber diese Anschläge auf das World Trade Center sind geschichtliche Realtität, und Tränen und Herzschmerz stammen eben nicht aus der Feder eines phantasievollen Drehbuchschreibers, sondern orentierten sich an dieser Realität. Und aus Respekt vor den 2.602 Menschen, die an diesem Tag im World Trade Center starben, ist diese von Oliver Stone gewählte erste filmische Auseinandersetzung mit dem Thema logisch, wenn nicht sogar geboten.



Regisseur Oliver Stone ist gebürtiger New Yorker, hatte jedoch seit 1987 mit "Wall Street" und dann 1991 mit "The Doors" nicht mehr ausführlich in New York gedreht. "Wieder in New York zu sein und mit den Polizisten und Feuerwehrleuten, mit den berufstätigen Männern und Frauen zusammenzuarbeiten, hat unglaublich viel Energie freigesetzt. Jeder Einzelne von ihnen hat sich mit ganzer Kraft eingesetzt – besonders die Hafenpolizei, wo wir in New York unser Hauptquartier aufschlugen", sagt Stone.

Von Beginn an war es für die Filmemacher ausschlaggebend, einen Film zu drehen, der nicht nur den Männern und Frauen um die Geschichte von John McLoughlin und Will Jimeno Ehre machen, sondern diese Geschichte auch wahrheitsgetreu erzählen sollte. Das bedeutete, dass nicht nur McLoughlin und Jimeno selbst, sondern auch ihre Ehefrauen, Familien und so viele an ihrer Rettung beteiligte Personen wie möglich in die Dreharbeiten mit einbezogen wurden.

"World Trade Center" war für Oliver Stone auch eine Gelegenheit, die Themen auszuloten, die seine Karriere definiert haben: "Den 11. September auf diese Weise zu behandeln – sehr persönlich, genau und in strenger Einfachheit – war eine Herausforderung für mich", meint der Regisseur.

"Wir haben versucht, den Film so realistisch wie möglich zu gestalten: zwei Männer, 24 Stunden lang unter diesen Türmen verschüttet. Wie kann ein Mensch überleben? Wie kann man diese schrecklichen Umstände überstehen? Sie wären wahrscheinlich gestorben, wenn sie nicht miteinander hätten kommunizieren und Erinnerungen an ihre Familien austauschen können. Ich glaube, sie haben letztendlich aufgrund dieser zutiefst persönlichen und spirituellen Gründe überlebt."

"World Trade Center" konzentriert sich auch auf die Frauen, die auf Nachricht von ihren Ehemännern warteten, die unter den eingestürzten Türmen verschüttet waren. Maria Bello spielt Donna McLoughlin und Maggie Gyllenhaal spielt Allison Jimeno.

Maria Bello berichtet, dass die Gespräche mit der echten Donna McLoughlin ihr tiefe Einsichten in diese Figur gaben: "Sie erzählte mir, dass sie als Ehefrau eines Polizisten gelernt habe, sich nicht von negativen Gedanken beherrschen zu lassen – solange sie nichts Gegenteiliges berichtet bekam, war alles in Ordnung. Ihr Mann ist Polizist, und sie haben vier Kinder; also ist sie nicht labil, sondern hat alles unter Kontrolle. Zusätzlich zu dieser inneren Kraft verfügt sie auch über echte Unbekümmertheit und Freude, ist fast sanftmütig. Dieser Film zeigt uns die Augenblicke, als sie während dieser furchtbaren Zeit alleine war und auf Nachricht von John wartete; sie bricht nicht zusammen, doch ständig sieht sie in ihrer Erinnerung Bilder des Mannes, den sie liebt. Wir sehen beide Seiten von Donna, ihr Durchhaltevermögen und ihre Sanftheit."



Hintergrund  


Suche am Ground Zero
Suche am Ground Zero

  Der wirkliche John McLoughlin


In den Trümmern des World Trade Center
In den Trümmern des World Trade Center

Sergeant John McLoughlin, der seit 21 Jahren bei der Hafenpolizei (PAPD) tätig ist, kam in Brooklyn zur Welt und wuchs in Long Island, New York, auf. Er besuchte das Oswego State College und machte seinen Abschluss als Bachelor in Betriebswissenschaften.

McLoughlin war drei Jahre lang am Busbahnhof der Hafenpolizei stationiert, bevor er in das World Trade Center versetzt wurde, wo er 12 Jahre lang Dienst tat und zum Sergeant befördert wurde. Zuvor arbeitete er als normaler Streifenpolizist und kannte das Gebäude nur so gut wie jeder andere auch, als es 1993 von einem Bombenanschlag durch Terroristen erschüttert wurde. Gemeinsam mit seinen Kollegen half er dabei, die Menschen zu evakuieren und die Verletzten zu versorgen; für seinen Einsatz bekam er eine Auszeichnung.

Nach seiner Versetzung zurück an den Busbahnhof hoffte McLoughlin, seine Laufbahn als Leiter des Katastrophenschutzes abschließen zu können. Doch dann kam der 11. Sepetmber 2001...



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Teaser-Poster► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "World Trade Center" in der Regie von Oliver Stone liefen am 28.09.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zwei Mädchen aus Istanbul
Drama, Türkei, 2005

TKKG und die rätselhafte Mind-Machine
Kinderkrimi, Deutschland, 2006

The Take - Die Übernahme
Dokumentation, Kanada, Argentinien, 2004

Science of Sleep - Anleitung zum Träumen
Tragikomödie, Frankreich, 2006

Mañana al mar
Dokumentation, Deutschland, Spanien, 2006

Klick
Tragikomödie, USA, 2006

Bierfest
Komödie, USA, 2006

Benjamin Blümchen - Seine schönsten Abenteuer
Zeichentrick, Deutschland, Luxemburg, 1997

Ebenfalls im Kino 




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