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Weißt was geil wär?

Deutschland, 2007
Komödie, 97 Minuten

Originaltitel
Weißt was geil wär?

Kino-Start
01.11.2007

Regie
Mike Marzuk

Darsteller
Isaak Dentler (Heinz Gerner), Axel Schreiber (Tommy Lohmeier), Nadja Bobyleva (Lisa Hermann), Hedwig Podzich (Omi), Nicholas Reinke (Bruno), Tina Grawe (Annabel), Philippine Pachl (Marie), Lorenz Nufer (Charles)
Weißt was geil wär? - Kinoplakat
Was fehlt, wenn zwei Freunde einen Film drehen wollen, aber bislang nicht übers Reden hinausgekommen sind? Eine Frau natürlich - wenns geht, idealerweise mit Schauspielambitionen. So kommt es in der Komödie "Weißt was geil wär?" von Mike Marzuk, der damit sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor absolviert.

Viele Studenten sehen ihre Einschreibung an der Uni eher als Formsache an und genießen lieber ihre freie Zeit als sich mit anderen in die Hörsäle zu drängen. Dazu gehören auch die Freunde Tommy Lohmeier (Axel Schreiber) und Heinz Gerner (Isaak Dentler). Neben Computergames und Pizzaessen sind Filme ihre große Leidenschaft, und sie würden nichts lieber machen, als einmal einen eigenen Streifen zu drehen.

Doch vorläufig nutzen sie ihre rudimentären Kenntnisse der Branche erst einmal, um Frauen zu beeindrucken. So schafft es Heinz, sich auf einer Fete bei Soap-Sternchen Marie (Philippine Pachl) als Regisseur auszugeben und sie damit in die Kiste zu locken. Doch der Wunsch, wirklich ins Filmbusiness zu gehen, kostet erst einmal Geld. Zudem hat Heinzens Vater ihm gerade den Geldhahn zugedreht.

Daher kommen Heinz und Tommy auf die Idee, mit dem Untervermieten eines Teils der gemeinsamen Wohnung die benötigten Mittel zu beschaffen. Nachdem mehrere Bewerber begutachtet wurden, fällt die Wahl auf die junge Lisa Hermann (Nadja Bobyleva). Was ihrer Idee entgegenkommt ist, dass ihre neue Mitbewohnerin Schauspiel studieren will und zudem die Energie besitzt, die den Jungs abgeht. Ihre Idee zu einer Porno-Doku wird von den beiden Jungs begeistert aufgenommen.

Zudem hat sie gerade ihrem Freund den Laufpass gegeben, da der mit Annabel (Tina Grawe) herumgemacht hat. Die war einmal die Freundin von Tommy, der allmählich an Lisa Gefallen findet. Doch eigentlich hängt er immer noch an seiner alten Liebe. Eine letzte Hoffnung, doch wieder mit Annabel zusammenzukommen, wird allerdings zerschlagen.

Als der zerknirschte Tommy nach Hause kommt und dort Heinz mit Lisa beim vermeintlichen Liebesspiel hört, zieht er in seiner Verzweiflung zu seinem schwulen Freund Bruno (Nicholas Reinke). Zwar kann Heinz Tommy aufklären, dass er eigentlich mit ihr nur eine Liebesszene für ihr Vorsprechen geübt hatte, doch nun ist Lisa aus der 3er-WG ausgezogen...



Film-Inhalt  


Lebt in den Tag hinein: Heinz Gerner (Isaak Dentler)
Lebt in den Tag hinein: Heinz Gerner (Isaak Dentler)


  Hintergrund


Kann sich nicht zwischen zwei Frauen entscheiden: Tommy Lohmeier (Axel Schreiber)
Kann sich nicht zwischen zwei Frauen entscheiden: Tommy Lohmeier (Axel Schreiber)

Die Grundidee zu "WWGW" hatte Mike Marzuk während eines Cafébesuchs in Berlin, als er mit seinem Freund Markus Goller darüber schwadronierte, einmal einen eigenen Kinofilm zu verwirklichen. Ein wenig Selbstreflektion, und schon lag der Gedanke nahe, auch die Protagonisten als Maulhelden beginnen zu lassen. Während eines folgenden Urlaubs schrieb Marzuk dann seine Gedanken zu solch einem Projekt nieder, aus denen er nach seiner Rückkehr binnen zehn Tagen die erste Fassung eines Drehbuchs erstellte.

Da Marzuk schon bei vorigen Projekten mit Andreas Ulmke-Smeaton zusammengearbeitet hatte, bat er ihn, einen Blick auf das Skript zu werfen. Der war davon angetan und lud ihn schon zwei Tage darauf ein, zusammen mit seiner Partnerin Ewa Karlström über die Umsetzung zu sprechen. Die anschließende Suche nach Finanziers war nicht übermäßig erfolgreich, so musste das Filmteam sich schließlich mit einem Etat von 100.000 Euro begnügen.

Am 8. Mai 2006 begannen die Dreharbeiten in München, die bis zum 2. Juni andauerten. Aufgrund der knappen Mittel hieß es sparsam sein, und so musste etwa die Wohnung des Regisseurs als Schauplatz für das Heim von Lisas Exfreund und Annabels Wohnzimmer herhalten. Für die 3er-WG stand eine leerstehende Wohnung im Glockenbachviertel zur Verfügung. Deren altmodische Einrichtung zwang dann Markuz noch, die Oma ins Drehbuch einzufügen.



Der 1967 geborene Andreas Ulmke-Smeaton studierte von 1989 bis 1992 an der hff (Hochschule für Film und Fernsehen) in München Produktion und Medienwirtschaft. Sein von ihm produzierter Kurzfilm "About War" wurde für den Oscar nominiert. Es folgten eine Reihe von TV-Produktionen, vorwiegend für Pro7.

Zur selben Zeit an der hff studierte auch Ewa Karlström dieselben Fächer. Ihre erste Produktion war 1993 die Liebeskomödie "Abgeschminkt!" mit Katja Riemann, die mit deutlich über einer Million Kinozuschauern ein Überraschungshit wurde. Sie war ausführende Produzentin für einige Filme der schwedisch-deutschen Krimireihe "Kommissar Beck".

1996 taten sich die beiden zusammen und gründeten die unabhängige Produktionsfirma "SamFilm GmbH". Die konnte gleich mit ihrem ersten Projekt "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" einen Durchbruch, nämlich über 1,2 Millionen Kinozuschauer, verbuchen. Neben weiteren Film- und Fernsehproduktionen war es dann die Filmreihe "Wilde Kerle" mit Familie Ochsenknecht, die Samfilm zu einem der erfolgreichsten Independent-Studios machte.



Independent Way  


Bringt frischen Wind in die WG: Lisa Hermann (Nadja Bobyleva)
Bringt frischen Wind in die WG: Lisa Hermann (Nadja Bobyleva)

  Kinodebüt für Mike Marzuk


Heinz filmt Lisa und Tommy bei Sexproben
Heinz filmt Lisa und Tommy bei Sexproben

Mike Marzuk hatte nach dem Abitur zunächst einige Semester studiert und mit 22 Jahren eine Hotelausbildung begonnen. Dann folgten einige Versuche als Musiker. Zu seiner Filmkarriere als Schnittmeister kam er durch ein Praktikum. Zu seinen Werken gehören Musikvideos für so prominente Künstler wie Bananafishbone, Lou Bega und Reamonn, ebenso wie Werbeclips für renommierte Firmen die Adidas, McDonalds und T-Com.

Aber auch Kurz- und TV-Filme hat Marzuk geschnitten. so setzte er für die Komödie "180 Grad" mit Robert Stadlober die Schere an, und sein Short "Fragile" war 2003 für den Studenten-Oscar nominiert. Im Fach Regie hatte Mike Marzuk überdies vor seinem ersten Spielfilm schon Erfahrung gesammelt. So inszenierte er Werbespots unter anderem für Sonys Playstation 2.

Nach dem Abschluss der Dreharbeiten zu "Weißt was geil wär?" machte sich Mike Marzuk gleich an sein folgendes Spielfilmprojekt "Sommer".



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Weißt was geil wär?" in der Regie von Mike Marzuk liefen am 01.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Nach 7 Tagen - Ausgeflittert
Komödie, USA, 2007

Mit den Waffen einer Frau - Gold im Visier
Sport-Doku, Deutschland, USA, Österreich, Finnland, Schweden, 2007

Königreich Arktis
Dokumentation, USA, 2007

Kirgisische Mitgift
Drama, Kirgisien, Deutschland, Frankreich, 2006

Jindabyne
Drama, Australien, 2006

Jennas Kuchen - Für Liebe gibt es kein Rezept
Liebeskomödie, USA, 2007

It´s Winter - Zemestan
Drama, Iran, 2006

Das Reichsorchester
Dokumentation, Deutschland, 2007

Bis zum Ellenbogen
Komödie, Deutschland, 2007

Ebenfalls im Kino 




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