Nachdem der Vater von Adé Odukoya in Nigeria ermordet wurde, war der 15-jährige mit seiner deutschen Mutter, seinen beiden Brüdern und der Schwester nach Deutschland gezogen. Bis auf kurze Ferienreisen war ihm dieses Land fremd. Daniel Kretschmer hingegen ist zwar in Deutschland geboren, doch er wuchs ohne Vater auf, einen US-GI, der vor seiner Geburt wegen Drogenhandels ausgewiesen wurde. Er stritt sich mit seiner Mutter, schmiss die Schule und kam in ein Heim. Mamadee Wappler schließlich hat ihren Vater auch nicht gekannt, einen Gaststudenten aus Sierra Leone, der nach Afrika zurückgeschickt wurde. Sie kommt aus der Nähe von Zwickau und hat den Zusammenbruch der DDR mit 10 Jahren als Thälmannpionier erfahren.
Alle drei haben mit Hilfe der Musik die Verluste und die Versäumnisse ihrer Jugend zu verarbeiten versucht. Als nach der Wende offene Angriffe mit rassistischem Hintergrund in Ostdeutschland um sich greifen, schließen sie sich mit Kollegen zusammen, um über Wege gegen diese Entwicklung zu beraten. Den Ausschlag, ihre Vorstellungen in die Tat umzusetzen, gibt einer in einer Reihe von Vorfällen, bei denen ein Mensch zu Tode kommt: Im Jahr 2000 wird in Dessau der aus Mosambik stammende Deutsche Alberto Adriano von drei jugendlichen Neonazis ermordet. Diese Tat ist der Anlass, die "Brothers Keepers" zu gründen. Mit diesem Projekt, in dem sich gut zwanzig afrodeutschen Musiker zusammengeschlossen haben, um mit Musik und Gesprächen in ostdeutschen Schulen gegen Rassismus vorzugehen.
Zu Ehren des Ermordeten spielten sie die Maxi "Adriano - Letzte Warnung" ein und nahmen das Album "Lightkultur" auf. Der Filmemacher Sven Halfar zeigt die drei, ebenso wie ihren Kollegen Xavier Naidoo, bei ihren Arbeiten zum Projekt Brothers Keepers, bei Veranstaltungen, Konzerten und Diskussionsrunden in Schulen. Ebenso wird ihr privater und familiärer Hintergrund beleuchtet, die Probleme ihrer Mütter, andersfarbige Kinder großzuziehen und die Schwierigkeiten der Protagonisten in einer Gesellschaft, in der es immer noch Berührungsängste und Aggressionen gegen Menschen gibt, die anders sind als "normale" Leute.