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Todeszug nach Yuma

USA, 2007
Western, 107 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
3:10 to Yuma

Kino-Start
13.12.2007

Regie
James Mangold

Darsteller
Russell Crowe (Ben Wade), Christian Bale (Dan Evans), Logan Lerman (William Evans), Dallas Roberts (Grayson Butterfield), Ben Foster (Charlie Prince), Peter Fonda (Byron McElroy)
Todeszug nach Yuma - Kinoplakat
Einen klassischen Western mit moderner Action und Atmosphäre von heute zu drehen, das war seit Jahren das erklärte Ziel von Regisseur James Mangold. Realisiert hat er sein Vorhaben mit einem Remake von "Todeszug nach Yuma", dessen Original aus dem Jahre 1957 stammt. Zu der hochkarätigen Besetzung gehören unter anderem Russel Crowe, Christian Bale und - wenn auch nur in einer kleinen Nebenrolle - Peter Fonda.

Arizona zu Zeiten des Wilden Westens: Ben Wade (Russell Crowe) ist Kopf einer gefürchteten Bande von Outlaws, die Banken und Postkutschen überfallen und dabei auch vor Mord nicht im mindestens zurückschrecken.

Als sie nach ihrem letzten Überfall in das Kaff Bisbee reiten, haben sie allerdings Pech: Eher zufällig gelingt es Marshal Weathers (Luce Rains) Dank der Hilfe des Ranchers Dan Evans (Christian Bale), die Bande dingfest zu machen.

Nun geht es darum, die Verbrecher ins nächste Staatsgefängnis zu bringen und sie vor Gericht zu stellen. Das nächste Staatsgefängis aber liegt im entfernten Yuma. Täglich um 3 Uhr 10 fährt von der Bahnstation Contention aus ein Zug nach Yuma, aber auch Contention liegt immerhin noch drei Tagesritte von Bisbee entfernt.

Nach einigem Zögern entschließt sich Dan, sehr zum Entsetzen seiner Frau Alice (Gretchen Mol), für eine Entlohnung von zweihundert Dollar mit einer Handvoll Männer den gefährlichen Job zu übernehmen. Zum einen braucht er das Geld höchst dringend, um seine Ranch über Wasser zuhalten, zum anderen fühlt der Familienvater sich genötigt, vor seinem ältesten Sohn Willam (Logan Lerman) nicht als Feigling darzustehen.

Und einigen Mutes, geölter Waffen und Treffsicherheit bedarf es ebenfalls, hat sich doch Charlie Prince (Ben Foster), ein brutaler Kumpane der Verhafteten, zusammen mit seinen Leuten fest vorgenommen, Ben zu befreien und Dan daran zu hindern, lebend die Bahnstation zu erreichen.

Nach ersten Scharmützeln, die den Trupp der Bewacher schon bedenklich ausdünnen, kommt es kurz vor Contention zum entscheidenden Show-Down...



Film-Inhalt  


Russel Crowe als Postkutschenräuber
Russel Crowe als Postkutschenräuber


  Hintergrund


Auf dem Weg zur Bahnstation
Auf dem Weg zur Bahnstation

"Todeszug nach Yuma" - der amerikanische Originaltitel "3:10 to Yuma" ist weniger reißerisch, ist doch 3 Uhr 10 schlicht die Abfahrtszeit des Zuges von Contention nach Yuma - ist ein Remake des gleichnamigen klassischen Westerns von 1957.

Damals führte Delmer Daves Regie, Glenn Ford spielte die Rolle des Ranchers Ben Wade, und Van Heflin verkörperte Dan Evans. Die Story selbst beruht auf einer Kurzgeschichte von Elmore Leonard aus dem Jahr 1953.

In den USA lief "Todeszug nach Yuma", der mit einem Budget von fünfzig Millionen Dollar produziert wurde, am 7. September 2007 an, erntete gute bis teilweise hervorragende Kritiken und belegte in der Startwoche Platz eins der dortigen Kinocharts.

Der Film spielt in einer Zeit des "wilden" Westens, der durch den Bau der großen Eisenbahnlinien im Umbruch ist, was sich auch bei der Gestaltung des Set bemerkbar machen sollte.

"Der Look der beiden Städte Bisbee und Contention reflektiert die besonderen Umstände, die die Nähe zur neuen Eisenbahnstrecke mit sich bringen", erläutert Bühnenbilder Andrew Menzies. "Bisbee liegt der Evans-Ranch näher und ist ein einfaches, bäuerliches Dorf, in dem ein schäbiger Unterstand eine Gelegenheit zum Essen bietet. Contention auf der anderen Seite ist eine Stadt im Aufbau mit eigenem Bahnhof, einem schicken neuen Hotel und Telegrafenleitungen."

Die Produktion von "Todeszug nach Yuma" begann in New Mexico am 23. Oktober 2006 und dauerte 54 Drehtage, bis am 26. Januar 2007 die letzte Klappe fiel.



James Mangold hatte bereits im Jahr 2003 zusammen mit Columbia Pictures ein Remake des 1957er Western angepeilt. Allerdings empfindet Mangold das Wort "Remake" im herkömmlichen Sinn nicht auf sein Werk passt:

"Uns war wichtig, dass der Film ein sehr aggressives, sehr lebendiges und sehr spontanes Gefühl erzeugt – wir wollten keinesfalls den Anschein erwecken, einen alten Film zu imitieren", erläutert der Regisseur.

"Ich habe sogar versucht, alles zu vergessen, was ich über die alten, klassischen Western weiß, bis zu dem Punkt, dass ich 'Todeszug nach Yuma' drehte, als sei ich in New Jersey, New York City oder Los Angeles. Ich habe so gefilmt, wie es gerade passieren würde; es gibt natürliche Rhythmen, in die man hineingerät, so wie Leute sich in den Rahmen einer Schießerei anordnen. Wir wollen die Welt nicht neu erfinden. Aber wenn man andere Filme nicht zitiert, hat man einen besseren Ausgangspunkt."

Ebenso zielstrebig wie bei der Modernisierung des Westerns in Bezug auf Action und Atmosphäre war Mangold bei der Besetzung von Schauspielern, die die Autorität klassischer Westernhelden und -schurken besitzen mussten:

"Es war wichtig, dieses Gespür von Männlichkeit, Kraft und Leistungsfähigkeit zu vermitteln, das dem klassischen Western inne wohnt".



Der Regisseuer über den Film  


Feuer frei!
Feuer frei!
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Todeszug nach Yuma" in der Regie von James Mangold liefen am 13.12.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Vorne ist verdammt weit weg
Komödie, Deutschland, 2007

Ulzhan
Drama, Deutschland, Frankreich, Kasachstan, 2007

Hitman - Jeder stirbt alleine
Action-Thriller, Frankreich, USA, 2007

Der Klang der Herzen
Drama, USA, 2007

Bee Movie - Das Honigkomplott
Animation, USA, 2007



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